Gefragt. Geklärt.
KI-Fragen aus der Praxis
Fragen, die in Unternehmen tatsächlich gestellt werden. Jede Antwort steht im ersten Satz, die Begründung darunter, Quellen am Ende.
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Was ist der Unterschied zwischen Copilot und ChatGPT?
Der entscheidende Unterschied ist nicht die Antwortqualität, sondern der Zugriff. Microsoft 365 Copilot arbeitet mit der kostenpflichtigen Zusatzlizenz innerhalb des Arbeitskontos und sieht Mails, Dateien und Teams-Inhalte. ChatGPT kennt nur, was ihm im Gespräch übergeben wird. Für die typische Büroarbeit entscheidet deshalb der Datenzugang, nicht das Modell.
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Brauchen wir eine eigene KI oder reicht, was wir schon haben?
Für die meisten Anforderungen reicht, was bereits lizenziert ist. Eine eigene Entwicklung lohnt erst, wenn ein Ablauf so spezifisch ist, dass ihn kein Standardwerkzeug abbildet. Die Datenlage stützt das deutlich. In einer MIT-Untersuchung von 2025 erreichten eingekaufte Lösungen etwa in zwei von drei Fällen eine messbare Wirkung, intern gebaute nur in etwa einem von drei.
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Muss ich programmieren können, um KI zu nutzen?
Nein. Für die tägliche Nutzung und für eigene Assistenten werden keine Programmierkenntnisse gebraucht. Entscheidend ist die Fähigkeit, die eigene Arbeit genau zu beschreiben, denn diese Beschreibung ist die Eingabe. Programmiert wird erst, wenn ein KI-Baustein in ein bestehendes System eingebaut werden soll.
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Reicht eine Schulung, damit das Team KI wirklich nutzt?
In der Regel nicht. Der Adult Education Survey des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung zeigt das Muster deutlich. 95 Prozent der Teilnehmenden sind mit ihrer Weiterbildung zufrieden, aber nur 36 Prozent der Teilnahmen führen zu Veränderungen in der alltäglichen Praxis. Zufriedenheit und Wirkung sind zwei verschiedene Dinge.
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Wie lange dauert es, bis KI im Arbeitsalltag ankommt?
Zwei Zeiträume sind zu unterscheiden. Eine einzelne, klar umrissene Aufgabe läuft in der Regel nach wenigen Wochen. Dass ein Team ein Werkzeug selbstverständlich nutzt, dauert Monate. Die Dauer bestimmt dabei fast nie die Technik, sondern wie schnell geklärt ist, was erlaubt ist, wer zuständig ist und wofür genau das Werkzeug gedacht war.
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Woran merke ich, ob die Antwort einer KI stimmt?
Am Text selbst nicht. Falsche Antworten sind sprachlich genauso sicher formuliert wie richtige, und es gibt kein Merkmal, an dem sich beides unterscheiden lässt. Die verlässliche Absicherung liegt deshalb nicht im Erkennen, sondern in der Aufgabenwahl. Genutzt wird KI dort, wo ein Fehler auffallen würde, und alles Überprüfbare wird überprüft.
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Womit fangen wir mit KI am besten an?
Mit einer wiederkehrenden Aufgabe, die viel Zeit kostet und deren Ergebnis sich leicht beurteilen lässt. Nicht mit einer Strategie und nicht mit dem Werkzeugvergleich. Als Auswahlfrage hat sich bewährt, im Team zu erheben, welche Tätigkeit in der vergangenen Woche am meisten Zeit gekostet hat.
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Warum kann mein Kollege Dinge mit Copilot, die bei mir fehlen?
Weil vier verschiedene Produkte denselben Namen tragen. Microsoft Copilot ist die private Fassung, Copilot Chat ist im Arbeitskonto enthalten, Microsoft 365 Copilot ist eine kostenpflichtige Zusatzlizenz und Microsoft 365 Premium ist ein Verbraucherplan. Wer auf Dateien und Mails des Arbeitskontos zugreifen kann, hat die Zusatzlizenz. Wer das nicht kann, hat sie nicht.
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Reicht es, die Namen zu entfernen, bevor ich einen Text in eine KI gebe?
Meistens nicht. Ein Name ist selten das, was eine Person erkennbar macht, es ist die Kombination der übrigen Merkmale. Der schnellste Selbsttest dauert zehn Sekunden. Zeig deine Eingabe einer Kollegin und frag, ob sie errät, um wen es geht. Errät sie es, war es keine Anonymisierung.