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Gefragt. Geklärt.

Warum kann mein Kollege Dinge mit Copilot, die bei mir fehlen?

Weil vier verschiedene Produkte denselben Namen tragen. Microsoft Copilot ist die private Fassung, Copilot Chat ist im Arbeitskonto enthalten, Microsoft 365 Copilot ist eine kostenpflichtige Zusatzlizenz und Microsoft 365 Premium ist ein Verbraucherplan. Wer auf Dateien und Mails des Arbeitskontos zugreifen kann, hat die Zusatzlizenz. Wer das nicht kann, hat sie nicht.

Diese Verwechslung kostet in Unternehmen mehr Zeit als jedes andere Missverständnis rund um Microsoft. In einer Besprechung zeigt jemand eine Funktion, und bei der Hälfte der Anwesenden gibt es diesen Knopf schlicht nicht.

Es liegt nicht an den Einstellungen. Es liegt daran, dass vier Produkte denselben Namen tragen.

Die vier Produkte

Microsoft Copilot ist die private Fassung. Kostenlos, im Browser, ohne Zugriff auf Firmendaten.

Copilot Chat ist im Arbeitskonto enthalten, ohne zusätzliche Lizenz. Er arbeitet mit Informationen aus dem Web. Seit dem 1. Juli 2026 kann er in Outlook auch auf Postfach und Kalender zugreifen.

Microsoft 365 Copilot ist die kostenpflichtige Zusatzlizenz. Erst damit sieht das Werkzeug Mails, Dateien und Teams-Inhalte und arbeitet in Word, Excel und PowerPoint mit.

Microsoft 365 Premium ist ein Verbraucherplan, der Copilot Pro abgelöst hat. Er ist für Privatpersonen gedacht, nicht für Firmenkonten.

Der häufigste Fehler in Gesprächen

Business Premium und Microsoft 365 Premium klingen fast gleich und sind völlig verschiedene Dinge.

Business Premium ist ein Geschäftsplan ohne Copilot-Lizenz. Microsoft 365 Premium ist ein Verbraucherplan mit. Wer die beiden verwechselt, kauft entweder das Falsche oder wundert sich, warum die Funktion fehlt, obwohl doch „Premium” auf der Rechnung steht.

Wo die Lizenzgrenze verläuft

Für Unternehmen ist die Staffelung nach Funktionsstufen nützlicher als die nach Produktnamen.

  1. Copilot Chat, im Arbeitskonto enthalten
  2. Copilot Chat mit Zugriff auf Unternehmensdaten, dafür braucht es einen Schalter und die Lizenz
  3. Copilot direkt in Outlook und Teams, also in der Anwendung statt im Chatfenster
  4. Copilot in allen Anwendungen, dazu Suche, Notebooks und Agenten

Die Lizenzgrenze verläuft nach Stufe eins. Alles darüber ist kostenpflichtig.

Eine Ausnahme, die viele nicht kennen

Lange galt der Satz, Microsoft 365 Copilot sei in keinem Geschäftsplan enthalten. Seit dem 1. Mai 2026 stimmt das nicht mehr uneingeschränkt.

Microsoft 365 E7, also die Frontier Suite, enthält Copilot. Für die allermeisten kleinen und mittleren Unternehmen ist dieser Plan allerdings keine realistische Option.

Was das praktisch bedeutet

Vor der Buchung eines Trainings oder der Planung einer Einführung ist eine einzige Frage zu klären. Wer hat welche Lizenz?

Ein Training, in dem die Hälfte der Teilnehmenden die gezeigten Funktionen gar nicht aufrufen kann, erzeugt Frust statt Nutzen. Und es gibt bemerkenswert viel, was mit der enthaltenen Stufe möglich ist, wenn bekannt ist, wo die Grenze liegt.

Stand der Angaben: August 2026. Microsoft ändert Lizenzumfänge regelmäßig, im Zweifel vor einer Entscheidung nachprüfen.

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